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Rabat

Marokkos elegante, entspannte Hauptstadt — eine UNESCO-Stadt aus Gärten, Wällen und atlantischer Ruhe.

Rabat, die politische Hauptstadt Marokkos, ist die entspannteste und geordnetste der Königsstädte — ein UNESCO-Welterbe aus breiten Boulevards, königlichen Gärten, atlantischen Wällen und einer erfrischenden Abwesenheit von aufdringlichem Tourismus. Es verbindet ein aufgeräumtes modernes Verwaltungsviertel mit einer schönen, begehbaren Medina und einigen der schönsten historischen Monumente des Landes.

Von Reisenden, die zwischen Fès und Marrakesch hetzen, oft übersehen, belohnt Rabat einen halben Tag oder eine Übernachtung und fügt sich natürlich in Nord- und große Rundreisen zwischen Casablanca, Tanger und Fès ein.

Was man in Rabat unternehmen kann

1. Kasbah des Oudayas

Eine ruhige blau-weiße Kasbah über der Flussmündung, mit einem andalusischen Garten, Café-Terrassen und Blick über den Atlantik — Rabats charmantester Winkel.

2. Hassan-Turm & Mausoleum von Mohammed V.

Das unvollendete Minarett aus dem 12. Jahrhundert steht neben einem Wald aus Säulen und dem prächtigen königlichen Mausoleum, Rabats prägendes Wahrzeichen.

3. Die Chellah

Eine romantische ummauerte Nekropole, über einer römischen Stadt errichtet, heute von Gärten überwuchert und Heimat nistender Störche.

4. Die Medina & Rue des Consuls

Kompakt, freundlich und leicht zu erkunden, mit Teppichen und Kunsthandwerk, die ohne den Druck der größeren Städte verkauft werden.

5. Königspalast & Gärten

Das großzügige Mechouar-Viertel und die Grünflächen der Stadt spiegeln Rabats Rolle als würdiger Regierungssitz wider.

6. Das Mohammed-VI-Museum für moderne Kunst

Das 2014 eröffnete Haus war Marokkos erstes großes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst und zeigt neben marokkanischen Positionen regelmäßig internationale Wechselausstellungen — ein Kontrapunkt zu den historischen Stätten der Stadt.

7. Salé auf der anderen Flussseite

Gegenüber von Rabat liegt Salé, im 17. Jahrhundert Heimat der berüchtigten Piratenrepublik der „Salé-Rovers". Heute ist es deutlich traditioneller als die Hauptstadt, mit einer sehenswerten Medersa aus dem 14. Jahrhundert — und per Straßenbahn in wenigen Minuten erreichbar.

8. Die Uferpromenade am Bou Regreg

Zwischen Rabat und Salé wurde das Flussufer in den letzten Jahren umfassend neu gestaltet: Marina, Uferwege und Cafés mit Blick auf die Kasbah. Ein guter Ort für den späten Nachmittag, wenn die Kasbahmauern im Abendlicht leuchten.

Beste Reisezeit für Rabat

Rabat ist ganzjährig angenehm. Als Atlantikstadt bleibt sie im Sommer kühler als das Landesinnere und im Winter milder als die Berge. Am schönsten ist es von April bis Juni und September bis November.

  • Frühling: die Gärten der Kasbah und die Chellah sind grün und voller Störche, die dort nisten — die fotogenste Zeit des Jahres.
  • Sommer: warm um 26 bis 28 °C, durch die Meeresbrise gut erträglich; deutlich angenehmer als Marrakesch oder Fès.
  • Herbst: warm, klar und ruhig.
  • Winter: mild um 17 °C, mit Regentagen zwischen Dezember und Februar.

Anreise nach Rabat

Rabat liegt am zentralen Küstenkorridor und ist eine der am einfachsten erreichbaren Städte Marokkos. Der Hochgeschwindigkeitszug Al Boraq hält am Bahnhof Rabat Agdal; der Flughafen Rabat-Salé (RBA) bedient einige europäische Ziele, die meisten Fernreisenden landen jedoch in Casablanca.

  • Casablanca: rund 90 km, etwa 1 Stunde mit dem Auto, rund 50 Minuten mit dem Zug
  • Tanger: rund 250 km — mit Al Boraq in gut 1 Stunde
  • Meknès: rund 140 km, etwa 1,5 Stunden
  • Fès: rund 200 km, etwa 2,5 Stunden
  • Flughafen Mohammed V. (Casablanca): rund 90 km, etwa 1 Stunde

Die entspannteste der Königsstädte

Rabat ist Hauptstadt, aber keine hektische Metropole — und genau das macht sie angenehm. Die Medina ist klein und ohne Verkaufsdruck, die Straßen sind breit, es gibt eine moderne Straßenbahn und viele Grünflächen. Wer von Marrakesch oder Fès kommt und dort ständig angesprochen wurde, empfindet Rabat oft als Erholung. 2012 nahm die UNESCO die Stadt als „Rabat, moderne Hauptstadt und historische Stadt" ins Welterbe auf — ausdrücklich für das Nebeneinander von islamischer Geschichte und Architektur der Protektoratszeit.

Die Chellah — Römer, Merinidien und Störche

Die Chellah vor den Stadtmauern ist der ungewöhnlichste Ort Rabats: erst die römische Siedlung Sala Colonia, später eine merinidische Nekropole des 14. Jahrhunderts, heute eine überwucherte Anlage aus Ruinen, Feigenbäumen und Bougainvillea. Auf den Minaretten nisten Störche, deren Klappern man schon von Weitem hört. Kommen Sie am späten Nachmittag, wenn das Licht tief steht und die Anlage fast leer ist.

Häufige Fragen

Lohnt sich Rabat?

Ja — als ruhige, elegante Hauptstadt bietet es die Kasbah des Oudayas, den Hassan-Turm und die Chellah mit weit weniger Trubel als Fès oder Marrakesch, ideal für einen entspannten halben Tag oder eine Übernachtung.

Ist Rabat eine der Königsstädte Marokkos?

Ja — Rabat ist eine der vier Königsstädte, neben Marrakesch, Fès und Meknès, und die heutige Hauptstadt Marokkos.

Kann Rabat zu meiner Marokko-Reise hinzugefügt werden?

Leicht — es liegt zwischen Casablanca und dem Norden, und wir nehmen es auf Wunsch in große Rundreisen und Nordrouten auf.

Lohnt sich ein Halt in Rabat?

Ja, besonders auf einer Nordroute. Die Kasbah des Oudayas, der Hassan-Turm und die Chellah lassen sich gut an einem Tag verbinden, und die Stadt ist deutlich entspannter als Marrakesch oder Fès.

Wie viele Tage braucht man für Rabat?

Ein voller Tag reicht für die wichtigsten Stätten. Mit dem Museum für moderne Kunst, einem Abstecher nach Salé und einem Abend an der Marina lassen sich zwei Tage gut füllen.

Was ist die Chellah?

Eine Ruinenstätte vor den Stadtmauern: zuerst die römische Stadt Sala Colonia, später eine merinidische Nekropole aus dem 14. Jahrhundert. Heute ist sie stark überwuchert und für ihre nistenden Störche bekannt.

Kann man den Königspalast besichtigen?

Nein — der Palast ist Amtssitz und für Besucher geschlossen. Sie können jedoch über das Gelände zum äußeren Tor fahren und die Anlage von außen sehen.

Ist Rabat oder Casablanca die bessere Station?

Rabat ist für Besucher deutlich lohnender: mehr Geschichte, eine angenehmere Altstadt und ruhigere Straßen. Casablanca hat dafür die Hassan-II.-Moschee und den wichtigsten Flughafen. Viele Routen verbinden beide, da sie nur eine Stunde auseinanderliegen.

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