Große Marokko-Rundreise 15 Tage
Königsstädte, Atlantikküste, Sahara, Oasen und Berge — das ganze Königreich in zwei ungehetzten Wochen.
Windumwehte Atlantikstadt — weiße Medina, Fischerhafen und Kitesurf-Strände.
Essaouira ist Marokkos entspannteste Küstenstadt — eine windumwehte Hafenstadt am Atlantik mit einer weißen, blau abgesetzten Medina, die UNESCO-Welterbe ist. Nach dem Trubel Marrakeschs wirkt sie wie ein tiefes Durchatmen: Möwen, frischer Fisch am Grill und der stete Passatwind.
Die Stadt ist ein Zentrum für Kitesurfen und Windsurfen, hat eine lebendige Kunst- und Musikszene (bekannt für ihr Gnawa-Festival) und lässt sich als Tagesausflug ab Marrakesch oder als entspannter Stopp einer längeren Rundreise erleben.
Die von portugiesischen Festungsmauern umgebene Altstadt lädt zum Bummeln zwischen Kunstgalerien, Thuja-Holz-Werkstätten und Cafés ein.
Die alten Kanonenwälle (Skala de la Ville) und der geschäftige Fischerhafen mit seinen blauen Booten sind das Wahrzeichen der Stadt.
Der zuverlässige Wind macht Essaouira zu einem der besten Reviere Afrikas — mit Schulen für Einsteiger.
Wählen Sie am Hafen Ihren Fang und lassen Sie ihn direkt grillen — ein Höhepunkt jedes Besuchs.
In der Region rund um Essaouira liegen Frauenkooperativen, die Arganöl herstellen — ein guter Stopp auf der Fahrt.
Die vorgelagerte Inselgruppe war in der Antike berühmt für den Purpurfarbstoff, der aus Meeresschnecken gewonnen wurde und der Stadt ihren römischen Namen gab. Heute ist sie Vogelschutzgebiet und beherbergt eine bedeutende Kolonie des seltenen Eleonorenfalken; eine Landung ist nicht erlaubt, Bootstouren fahren daran vorbei.
Jeden Juni verwandelt das Gnaoua World Music Festival die Stadt in eine offene Bühne. Seit 1998 treffen hier die Trance-Rhythmen der Gnaoua auf Jazz und Weltmusik — Marokkos bekanntestes Musikfestival und die vollste Woche des Jahres in Essaouira.
Orson Welles drehte hier Anfang der 1950er-Jahre Teile seines „Othello" — ihm zu Ehren gibt es heute einen kleinen Platz an der Stadtmauer. Später diente die Skala als Sklavenbucht Astapor in „Game of Thrones".
Essaouira ist ganzjährig mild und wird selten heiß — der Atlantik sorgt für Temperaturen, die meist zwischen 18 und 24 °C liegen. Entscheidend für Ihre Reisezeit ist deshalb weniger die Wärme als der Wind.
Auch im Hochsommer sollten Sie eine Jacke einpacken: Sobald die Sonne sinkt, wird es an der Küste spürbar kühl.
Essaouira liegt rund 175 km westlich von Marrakesch, etwa zweieinhalb Stunden auf gut ausgebauter Straße. Die Fahrt führt durch Arganwälder — die Kooperativen am Weg sind ein sinnvoller Halt, ebenso die Ziegen, die in Marokko tatsächlich auf Arganbäume klettern.
Essaouira ist ab Marrakesch ein klassischer Tagesausflug — fünf Stunden Fahrt für einige Stunden vor Ort. Das funktioniert, aber die Stadt zeigt ihre beste Seite am frühen Abend, wenn die Tagesgäste abgereist sind, die Fischerboote zurückkommen und das Licht auf den weißen Mauern warm wird. Wer kann, bleibt eine Nacht.
Anders als die gewachsenen Labyrinthe von Fès und Marrakesch wurde Essaouiras Medina in den 1760er-Jahren am Reißbrett entworfen — Sultan Mohammed ben Abdallah beauftragte den französischen Ingenieur Théodore Cornut mit einer Hafenstadt nach europäischem Vorbild. Daher die geraden Achsen, die rechtwinkligen Gassen und die Bastionen im Vauban-Stil. Genau diese Mischung aus europäischer Militärarchitektur und marokkanischem Alltag brachte der Altstadt 2001 den UNESCO-Welterbestatus ein — und macht sie zur einzigen Medina Marokkos, in der man sich kaum verlaufen kann.
Ja, wenn Sie das Küstenflair und die Medina erleben möchten. Für Strand und Wassersport lohnt eine Übernachtung.
Der Atlantik ist frisch und der breite Strand oft windig — ideal für Wassersport, weniger für ruhiges Baden. Zum Entspannen ist die Medina ideal.
Ein voller Tag reicht für die Medina und den Hafen; eine Übernachtung erlaubt Wassersport und einen entspannten Abend am Meer.
Ja, es ist einer der beliebtesten Ausflüge — rund 2,5 Stunden pro Richtung. Für die Medina, den Hafen und ein Fischessen reicht das. Schöner ist eine Übernachtung, weil die Stadt am Abend und frühen Morgen deutlich ruhiger und stimmungsvoller ist.
Der lange Sandstrand ist herrlich zum Spazieren, Reiten und Surfen. Zum Schwimmen ist der Atlantik kühl und oft wellig, und der Wind macht klassisches Strandliegen schwierig. Wer Badeurlaub sucht, ist in Agadir besser aufgehoben.
Die Stadt liegt in einer Bucht, die von den atlantischen Passatwinden direkt angeströmt wird. Der Wind ist von April bis August am stärksten — daher der Ruf als eines der besten Kitesurf-Reviere Afrikas und der Beiname „Windy City of Africa".
Sehr gut. Die Medina ist überschaubar und weitgehend autofrei, der Strand ist flach, und die Atmosphäre ist deutlich entspannter als in Marrakesch — es wird kaum aufdringlich verkauft.
Eine bis zwei Nächte genügen für die Medina, den Hafen, den Strand und einen ruhigen Abend. Surfer und Musikfans bleiben gern länger.
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